Google Hummingbird Update – einfach erklärt

Das Google Hummingbird Update (“Kolibri” Update) wurde im August 2013 eingespielt, Google berichtete in seinem Blog erst am 26.09.2013 davon. Anlass war das 15-jährige Bestehen der Google-Suche. Zu diesem Zeitpunkt waren schon über 90 % der weltweiten Suchanfragen vom Humminbird Update betroffen.

Funktionsweise und Besonderheiten beim Hummingbird Update

Das Hummingbird Update ist ein vollkommen neuer Such-Algorithmus und damit die bedeutendste Änderung seit dem Caffeine Update des Jahres 2010. Einige SEO-Experten halten Hummingbird sogar für die wichtigste und gravierendste Änderung seit 2001. Die Funktion von Hummingbird zielt darauf ab, Suchanfragen besser zu interpretieren, um bessere Suchergebnisse zu liefern. Das Wort “Kolibri” deutet die Funktionsweise an: Wie jener kleine Vogel gezielt den Nektar aus Blüten saugt, findet die Suchmaschine nach dem Hummingbird Update gezielter die wirklich relevanten Informationen in einer Suchanfrage. Der neue Algorithmus interpretiert eine Suchanfrage besser in ihrer Gänze, er sucht nicht nur nach einzelnen Worten innerhalb der Anfrage. Ein Beispiel: Vor Hummingbird wurde bei der Suche nach “Autohaus Mazda in Berlin” oft auch der Hersteller Mazda generell oder irgendein Autohaus in Berlin oder irgendein Autohaus oder irgendetwas zur Stadt Berlin gefunden. Nach Hummingbird sollte das seltener bis gar nicht mehr passieren (es passiert leider gelegentlich immer noch). Google kann mit Hummingbird sogar die Ausrichtung eines kompletten Textdokumentes verstehen. Im Gegenzug werden auch ganze Sätze einer Suchanfrage viel besser interpretiert, was der Google Sprachsuche mit gesprochenen Worten weiterhilft, die parallel implementiert wurde.

Einfluss früherer Updates nach Hummingbird, Bedeutung für Webmaster

Der neue Suchalgorithmus namens Hummingbird hat die vorherigen Updates wie Panda und Penguin in sich aufgenommen, sie behalten also ihre Wirkungsweise. Die wichtigste Änderung durch das Hummingbird Update betrifft das Verständnis von Suchanfragen auf der URL- und der Query-Ebene, also bezüglich des Namens einer Webseite (URL-Ebene) und ebenso bezüglich der Abfrage-Sprache (Query-Ebene). Letzteres wurde schon immer versucht und durch Panda und Penguin weiter optimiert. Auf der URL-Ebene allerdings können Webmaster seit der Implementierung des Hummingbird Updates sehr gut profitieren: Wer etwa SEO mit Google-Blogs (oder anderen Blogs) betreibt, was kostenlos funktioniert, muss nur den entsprechenden URLs den Namen der wahrscheinlichen Suchanfrage geben – das funktioniert bestens und kann Webseiten, auf die von den Blogs aus verlinkt wird, innerhalb von Stunden auf Seite 1 bei Google hieven (je nach Wettbewerbsumfeld). Die Blogs können auch untereinander verlinkt werden. Ein Beispiel: Die Zielseite heißt “Autohaus Mazda in Berlin”, der Webmaster errichtet dazu Blogs mit URLs wie “mazda-reparieren-in-berlin.blogspot.de” oder “reparatur-mazda-berlin.blogspot.de” oder “neuwagen-mazda-berlin.blogspot.de” (alles Google-Blogs) und so fort. Die Blogs verlinken auf sich untereinander, übrigens auch mit Bild-URLs, außerdem auf die Webseite des Autohauses. Es entsteht eine prima Linkpyramide, probieren Sie es aus. Es kostet nichts.