Google Panda Update – einfach erklärt

Über das Google Panda Update wurde erstmals im Februar 2011 publiziert. Diese Veränderung des Suchmaschinenalgorithmus’ richtete sich gegen mindere Qualität in Webseiten, die mit bestimmten Methoden gemessen wird (siehe weiter unten). Kurz nach der ersten Ankündigung wurde das Panda Update eingespielt und seither mehrfach überarbeitet. Nach der ersten Einspielung waren rund 12 % aller Suchanfragen betroffen. Überarbeitungen gab es im September 2012, im Januar 2013, im Juli 2013 und zuletzt im September 2014 (Version 4.1, Stand der Betrachtung: Dezember 2014). Seinen Namen hat das Update übrigens nicht vom gleichnamigen niedlichen chinesischen Bären, sondern vom Google-Entwicklungsingenieur Navneet Panda.

Was bewirkt das Google Panda Update?

Das Panda Update schickt qualitativ minderwertige Webseiten in den SERPs (organische Suchergebnisse) nach hinten. Betroffen ist stets die gesamte Seite, nicht nur einzelne ihrer Unterseiten, was einen gewichtigen Unterschied zu früheren Google Updates ausmacht. User sollen qualitativ hochwertigere Inhalte auf den vorderen Plätzen finden, für die Google bestimmte Kriterien anwendet:

  • unique content (einzigartiger Inhalt) auf allen Haupt- und Unterseiten einer Homepage, eines Blogs oder eines Shops inklusive unterschiedlicher Links auf allen Seiten
  • viele und hochwertige (nicht zusammengekaufte) Backlinks
  • hohe Verweildauer der Nutzer beziehungsweise geringe Absprungrate
  • wenig Werbung
  • Übereinstimmung von Seitentitel und -inhalt mit Suchanfragen
  • kein Keyword-Spamming

Welches Gewicht einzelne dieser Faktoren im konkreten Fall haben, ist schwer zu ermessen. Ein einfaches Beispiel betrifft das Keyword-Spamming oder die Keyword-Density (-Dichte). Hier werden oft Prozentzahlen von 4 – 5 % genannt – wenn ein Wort häufiger genannt wird, könnte die Seite eine Google-Penalty (Strafe = Herabsetzung in der SERPs) kassieren. Das stimmt nachgewiesenermaßen in der Praxis nicht, weil es auch gar nicht funktioniert. Man stelle sich vor, eine News-Seite zum Thema “Wetter” dürfte das Wort “Wetter” oder “Temperatur” nicht allzu oft nennen. Das würde die inhaltliche Substanz beschädigen. Der Algorithmus dürfte in der Praxis wesentlich raffinierter funktionieren, es weiß nur niemand genau (bis auf die Google-Entwickler), wie er konkret aufgebaut ist.

Was bedeutet das Google Panda Update für Webmaster?

Webmaster müssen sich natürlich vor duplicate content hüten, der einfach irgendwo kopiert wurde. Zu vermuten wäre, dass Google längst nicht mehr eine Phrasenwiederholung von vier bis sieben Worten misst – so ist das auch von Textagenturen genutzte Copyscape-Tool aufgebaut. Inzwischen messen die Google Tools wahrscheinlich längere Textabschnitte, möglicherweise entdecken sie auch allzu häufige sinngemäße Wiederholungen. Das würde bedeuten, das immer noch von Groschen-Schreiberlingen praktizierte Umschreiben fremder Texte dürfte bald nicht mehr funktionieren. Auch der Backlink-Kauf ist längst an seine Grenzen gelangt, hier ist sehr große Vorsicht angebracht, Werbeüberfrachtungen gelten gleichfalls als ungemein kontraproduktiv. Webmaster müssen den Mut aufbringen, die Texte kreativer Autoren zu veröffentlichen. Das dürfte langfristig am besten funktionieren.